Vanessa Schlemmer

Akademiesportlerin 2008/2009

Erfolge:

  • Ironman Frankfurt 2009: 10:06h, 2. Platz in der AK und Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii (vorherige Bestzeit über die Ironman Distanz 10:36h)
  • Maxdorf Mitteldistanz, 4. gesamt und 1. Platz Altersklasse
  • Heidelbergman, 3. Platz gesamt

Ergebnisse früherer Jahre

Ironman Frankfurt '07: 10:49h

Ironman Zürich '08: 10:36h, 6.Platz AK

Vanessa über die Trainingsbetreuung:

„Obwohl ich schon zum dritten Mal bei einem Ironman am Start stand, war die Aufregung, das Kribbeln im Bauch, die schlaflose Nacht vor dem Rennen - kurz die Nervosität kaum geringer als bei meiner ersten Langdistanz. Nur kam jetzt noch etwas Neues hinzu: selbstgemachter Leistungsdruck!

Mit Katja als Trainerin arbeite ich seit November 2008 zusammen. Unser Ziel war es, meine Ironman-Zeit so nah wie möglich an 10 Stunden zu bringen und damit vielleicht die Hawaii-Qualifikation zu ergattern. Wöchentlich bekam ich Katjas Trainingspläne, die alle auf den Schwerpunkt IM Frankfurt abgestimmt waren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Schwimmen im überfüllten See ging ich etwas ‚demotiviert’ auf die Radstrecke. Vielleicht hatte ich mir insgeheim eine bessere Schwimmzeit ausgerechnet, aber der Radsturz gleich beim Radaufstieg sowie der Tachoausfall machten die ganze Situation leider nicht besser.

Beim Radfahren fühlte ich mich das erste Mal ‚wohl’ im Wettkampf, denn Katja hatte mich die letzten Monate ordentlich ‚gescheucht’. Nie hätte ich gedacht, dass ich eine Zeit von 5:17 Stunden auf 180 Km fahren kann. Etwas härter verlief dann aber der Marathon. Vielleicht hatte das Lauftraining durch den Schwerpunkt Rad und Schwimmen etwas gelitten, aber an dem Tag ging einfach nicht mehr. Laut Laufzwischenzeiten bin ich noch nicht mal während des Rennes ‚eingebrochen’, sondern ich hatte einfach keine Kraft mehr um bei der Geschwindigkeit noch einen Gang höher zu schalten.

Toll fand ich, dass Katja und Dagmar doch zum Anfeuern nach Frankfurt gekommen sind (auch mit Tunnelblick konnte ich sie noch erkennen). Da ich das Errechnen der Endzeit schon vor einigen Laufkilometern aufgegeben hatte, war der Blick auf die Uhr im Zielkanal umso schöner. Zwar wusste ich, dass ich das Hawaiiticket bei Laufkilometer 20 abgeben musste und nun zweite in der Altersklasse war, aber meine Endzeit von 10:06 Stunden ließ mich vor Stolz 10 cm größer werden. Das Training hat sicherlich nicht immer Spaß gemacht, aber die harten Einheiten, die ich teilweise mit Katja zusammen gemacht habe, waren wahrscheinlich genau die Schlüsseleinheiten, die ich brauchte. Es war der imaginäre Tritt in den Hintern, kombiniert mit dem Training für den Kopf.

Katja, vielen Dank geht an dieser Stelle an dich! Nicht nur die angestrebte Zielzeit habe ich geschafft, sondern auch das Hawaiiticket (zugegeben mit etwas Glück) konnte ich doch noch erreichen. Von deiner professionellen Einstellung und Erfahrung habe ich sehr viel gelernt, so dass ich im Rennen leistungsfähiger und selbstsicherer wurde. Ohne dich hätte es ganz sicher nicht so geklappt!"